Forschungsprogramm Demokratische Steuerungsfähigkeit


Demokratien stehen vor der Herausforderung, unter Bedingungen wachsender gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, technologischer und geopolitischer Komplexität handlungsfähig zu bleiben.


Das Forschungsprogramm untersucht, wie demokratische Systeme politische Entwicklungen erkennen, Wissen für Entscheidungen nutzbar machen, gesellschaftliches Vertrauen erhalten und ihre Lern-, Anpassungs- und Korrekturfähigkeit stärken können.


Im Mittelpunkt stehen demokratische Institutionen und Entscheidungsprozesse, politische Kommunikation und Wissensstrukturen, gesellschaftliches Vertrauen sowie die Bedingungen demokratischer Resilienz und Steuerungsfähigkeit.


Wissen schaffen. Demokratie stärken. Zukunft gestalten.

Über das Forschungsprogramm


Das Forschungsprogramm

Das Forschungsprogramm Demokratische Steuerungsfähigkeit untersucht, unter welchen politischen, gesellschaftlichen, institutionellen und informationellen Bedingungen demokratische Systeme dauerhaft handlungs-, lern- und anpassungsfähig bleiben können. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Demokratien heute gleichzeitig auf kurzfristige Krisen, langfristige gesellschaftliche Veränderungen und eine zunehmende Komplexität politischer Entscheidungsprozesse reagieren müssen.


Zentrale Forschungsfrage

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie demokratische Gesellschaften Wissen über politische Wirklichkeit gewinnen, dieses Wissen in nachvollziehbare Entscheidungen übersetzen und zugleich Vertrauen, Legitimität und gesellschaftliche Beteiligung erhalten können. Untersucht werden dabei insbesondere demokratische Institutionen und Entscheidungsprozesse, gesellschaftliches Vertrauen, politische Kommunikation, Informations- und Wissensstrukturen sowie Mechanismen demokratischer Erosion und Resilienz.


Theoretischer Rahmen und Modelle

Das Forschungsprogramm verbindet theoretische Modellbildung mit empirischer Analyse. Dazu gehören insbesondere das Informations- und Demokratiesteuerungsmodell (IDGM) zur Untersuchung von Informations-, Wissens-, Entscheidungs- und Rückkopplungsprozessen sowie das Zwick-Modell zur Analyse von Mechanismen demokratischer Erosion, institutioneller Veränderung und möglicher Gegenkräfte.


Forschungsbereiche und Projekte

Das Programm bildet den übergeordneten Rahmen für unterschiedliche Forschungsfelder, Studien und Beobachtungsinstrumente. Dazu gehören Untersuchungen zu Demokratie und politischer Steuerungsfähigkeit, gesellschaftlichem Wandel, Migration und Integration, Autoritarisierung und Extremismus, politischer Kommunikation und Öffentlichkeit sowie internationalen Entwicklungen. Einzelne Projekte und Studien können diese Themen vertiefen und miteinander verbinden.


Methodischer Anspruch

Grundlage der Arbeit ist die nachvollziehbare Trennung zwischen empirischen Befunden, wissenschaftlicher Interpretation und normativer Bewertung. Quellen, methodische Entscheidungen, Unsicherheiten und Grenzen der Untersuchungen sollen soweit möglich transparent ausgewiesen werden. Ziel ist nicht die Bestätigung vorgegebener politischer Positionen, sondern die möglichst differenzierte Untersuchung politischer Wirklichkeit.


  Wissen schaffen. Demokratie stärken. Zukunft gestalten.